Logbuch - Sommertörn 2013

26.08.2013 bis 30.08.2013

253 sm - 475 sm

Dover - Dünkirchen - Nieuwpoort - Blankenberge - IJmuiden - Hindeloopen

Auf dem Rückweg

Dover soll für uns nun endgültig der Absprung Richtung Kontinent sein. Der Montag fängt entspannt an, die Schleusentore aus dem Granville Dock öffnen sowieso erst um 12.30h, so dass wir ausgiebig frühstücken und sogar noch einkaufen können. Mit der Schleusenöffnung verlassen wir – gemeinsam mit gefühlt 20 anderen Yachten - Dover Harbour mit Kurs auf das Verkehrstrennungsgebiet in der Dover Strait. Der Wind ist zwar immer noch nicht optimal, aber wir bekommen zumindest einen Kurs hin, bei dem wir nicht kreuzen müssen. Der Verkehr in der Dover Strait ist wie immer beeindruckend und perfekt überwacht mit Radar und Hubschraubern. Besser man hält sich daher an die Verkehrsregeln.

Nach Querung des Verkehrstrennungsgebiets nehmen wir Kurs auf Dünkirchen und laufen auch dank günstigem Strom um halb sieben in den Vorhafen ein. Hier erwartet uns leider eine Enttäuschung: der schöne Yachthafen, günstig zum Ort gelegen, ist leider so voll, dass wir in die Marina „Port du Grand Large“ ausweichen müssen. Falls der geneigte Leser jemals mit dem Boot nach Dünkirchen kommt – diesen Hafen UNBEDINGT vermeiden. Die sanitären Einrichtungen sind eher rustikal, der Hafenmeister speziell, und die vielen kleine Fischerboote, die nachts um zwei unter großem Getöse auslaufen, könnte man mit viel gutem Willen unter „Lokalkolorit“ verbuchen. Auf die Frage nach WiFi bekommt Georg einen winzigen Zettel ausgeschnitten, der weder erkennen lässt, welches der Name des Netzes bzw. was das Passwort ist. Funktioniert dann natürlich auch nicht. Da Englisch nicht gesprochen wird, versuchen wir es nochmal mit Französisch – derselbe Hafenangestellte händigt uns einen völlig anderen winzigen Zettel mit einem unsinnig langen Passwort aus (siehe Foto) ??!!?? Aber hurra – es klappt. Nur zur Erläuterung: wir brauchen das Internet hier vor allem für den Wetterbericht, der wird nämlich per Funk in Frankreich nur auf Französisch gesendet und ist daher teilweise nicht so gut zu verstehen. Im Netz ist er (natürlich) auch nur auf Französisch, aber man hat dann wenigstens Zeit, ihn in Ruhe zu lesen …

Weiter geht’s am Dienstag und Mittwoch in relativ kurzen Etappen entlang der belgischen Küste, da der Wind leider immer noch aus Nord/Nord-Ost weht. Der Yachthafen in Nieuwpoort ist eine erfreuliche Überraschung: moderne Einrichtungen, nette Restaurants im Ort – den kann man sich auf jeden Fall für ein Stopover mal merken. Blankenberge ist ok, aber eher unspektakulär.

Am Donnerstag dann endlich Wind aus Süd-West. Der ist zwar sehr schwach, daher schieben wir mit dem Motor, aber ermöglicht uns den langen Schlag von Blankenberge nach IJmuiden. Für die knapp 90 Seemeilen brauchen wir 14 Stunden, das ist auf jeden Fall ein super Schnitt. Am Freitag frischt der Wind etwas auf – Parasailor-Wetter. Das Leichtwind-Segel macht einfach Spaß! Und scheinbar nicht nur uns, denn ein Segler neben uns, fragt uns per Funk nach dem schönen Segel. Man tauscht sich etwas aus – er kommt aus der Karibik und ist auf dem Weg nach Schweden, da mutet doch die Strecke England-Holland eher bescheiden an. Auf jeden Fall eine nette Abwechslung … Nach Den Helder dann wieder eher heimatliche Gefilde: Wattenmeer, noch einmal schleusen, und wir sind schon im Ijsselmeer, Hindeloopen fast in Sichtweite. Am späten Nachmittag machen wir nach 475 Seemeilen und einem gelungenen Urlaub in unserer Box fest.

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Lennie, unser Maskottchen
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